Niederländer besuchen Gymnasium Borbeck

Schüleraustausch mit dem Dendron-College

Vom  15. bis zum 19. Februar besuchten Schüler und Schülerinnen des Dendron-College in Horst, Niederlande die Jahrgangsstufe 9 des Gymnasium Borbeck.

Montags gegen 10 Uhr kamen die Holländer an der Schule an und nach einem gemeinsamen Frühstück besichtigte die Gruppe die Dampfbierbrauerei in Borbeck. Danach lernten sie ihre Gastfamilien kennen und am Abend besuchten alle das Parkleuchten in der Gruga.

Einen Einblick in das Leben der Juden in Essen bekamen die Schüler am Dienstag bei der Führung durch die "Alte Synagoge". Danach ging es zum Kennedyplatz, wo die "GymBo"- Schüler neidlos anerkennen mussten, dass die Niederländer zumindest beim Eislaufen die führende Nation sind. Nach einer Mittagspause, in der die Schüler ihren Austauschpartnern "ihre Stadt" zeigten, trafen sich alle vor dem Essener Dom und nahmen an einer Führung durch die Schatzkammer teil.

Am Mittwoch fuhren alle mit dem Bus nach Katernberg , wo Frau Emde eine Führung durch die Moschee "Fatih Camii" organisiert hatte. Nachdem die Schüler durch den prachtvollen Bau geführt wurden, durften sie sich im Gebetssaal hinsetzen und bekamen die grundlegenden Attribute des Islams erklärt. Von der Moschee aus ging es weiter zum Weltkulturerbe, der "Zeche Zollverein". Die Schüler nahmen an einer Führung durch das Ruhrmuseum teil und lernten viel über die Geschichte des "Ruhrpotts". Für den Abend hatten die Schüler selbst vier Bowlingbahnen gemietet und ließen den Abend gemeinsam ausklingen.

Am nächsten Tag wartete ein  straffes Programm auf die Jugendlichen. Zunächst besuchten sie die Ludwigsgalerie im Schloss Oberhausen, wo sie an einem Workshop zum Thema "American Pop Art" teilnahmen. Nach einer Pause im CentrO, war es nur noch ein kurzer Weg zum nächsten Programmpunkt: Schwimmen im Aquapark. Abends traf man sich dann an der Schule für die Abschlussfeier.

Freitag fuhr die Gruppe zum letzten Mal mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Bergbaumuseum in Bochum. Dort wurden die Schüler durch das Anschauungsbergwerk geführt, durften einen Presslufthammer bedienen und mit dem "Grubenfahrstuhl-Simulator" fahren. Der Austausch endete wie er angefangen hatte, mit einem gemeinsamen Essen in der Cafeteria. Nachdem in einer Abschlussrunde nochmal alle Erlebnisse zusammengefasst wurden, durften die Schüler den Austausch bewerten und waren alle sehr zufrieden mit der Woche. Nur die Museumsbesuche waren einzelnen Schüler noch zu viel. Dann fuhr der Reisebus vor und die Neuntklässler sagten ihren Austauschschülern „Auf Wiedersehen im April in Horst in den Niederlanden“.

Matthias Döhmen

 

Beim zweiten Teil des diesjährigen Niederlande-Austauschs ging es gemäßigter zu: Die Schülerinnen und Schüler hatten sich für den Rückbesuch vom 18.4. bis zum 22. 4. ausdrücklich „mehr Freizeit und weniger Museumsbesuche“ gewünscht. So wurde uns am Montag erst mal das beeindruckende Schulgebäude gezeigt: 2.400 Schülerinnen und Schüler von 12 bis 19 Jahren werden im Dendron-College unterrichtet. Entsprechend groß ist das Gelände und sind die Gebäude. Zwei große Mensen gibt es, einen riesigen Fahrradkeller, mehrere Pausenhöfe… Besonders interessant waren für die GymBo-Schüler die Fachräume: Da auch Sonderschüler hier mit unterrichtet werden, gibt es auch Räume für den Hauswirtschaftsunterricht, für Holz- und Metallbearbeitung, für Gesundheit und Pflege usw. Nach dem Unterricht ging es auf Entdeckungstour durch den kleinen Ort. Horst ist zwar klein, hat aber eine richtige kleine fußläufige Einkaufsstraße, und dass es sehr leckeres Eis dort gibt, davon konnten wir uns überzeugen. Mit dem Fahrrad ging es anschließend zu den Gastfamilien.

Am Dienstag standen zunächst 15 Kilometer Radfahren an, wir besuchten den großen deutschen Soldatenfriedhof in Ijsselstein. Junge Deutsche, die ein freiwilliges soziales Jahr dort ableisten, gestalteten die Führung. Zum Schwimmen ging es mit den Rädern weiter in den Center-Park und abends gab es noch ein Wechselprogramm in der Schule: Kickboxen, Volleyball, Malen und Graffiti-Sprühen war im Angebot.

Am Mittwoch besuchten wir die Provinzhauptstadt Maastricht, abwechselnd besuchten wir eine hochspannende Ausstellung im Bonnefantenmuseum und die wichtigsten Stellen im Stadtgebiet mit dem Roller. Da wir durch die Rundtour mit dem Roller einen guten Überblick über die Stadt gewonnen hatten, konnten wir während der anschließenden Freizeit schnell alle schönen Orte erneut aufsuchen (ja, auch Mc Donalds ist so ein Ort!).

Donnerstag durften wir den berühmten Limburger Vlaai selbst backen. In einer Bäckerei in Horst durften wir einen passenden Obstbelag wählen und den Kuchen selbst herstellen. Gegen Mittag brachte uns der Bäcker die fertig abgebackenen Kuchen in die Schule. Und da sie ja ganz frisch waren, konnten wir sie mit nach Hause nehmen: ein selbstgemachtes leckeres Mitbringsel! Im Anschluss schauten wir uns an, was so alles unter den riesigen Glasdächern in den Treibhäusern angebaut wird. Ein Paprikazüchter zeigte uns eins seiner 6 Hektar großen glasüberdachten Flächen. Kein einziges Fitzelchen Erde ist mehr nötig, um knackige rote, gelbe, orangefarbige oder grüne Paprika zu züchten. Computergesteuert werden die Pflanzen auf Steinwolle mit entsprechenden Nährlösungen versorgt. Dass es trotzdem auch noch sehr viel Arbeit gibt, die „per Hand“ erledigt werden muss, wurde uns schnell klar, als der Besitzer von den unglaublichen Mengen sprach, die in der Wachstumsperiode alle sechs bis acht Wochen geerntet werden müssen. Am Nachmittag radelten wir zum nahen Freizeitpark „Toverland“, das hatten sich unserer deutschen Teilnehmer dringend gewünscht. Drei Stunden lang durften alle Geräte ausprobiert werden. Und da es zum Glück nicht voll war, ist auch jeder auf seine Kosten gekommen (8 mal die große Achterbahn fahren, ist ja nicht schlecht).

Am Freitag ging es noch mal in den Ort, für Fotos und Interviews. Und im Computerraum schließlich wurde in kleinen Gruppen am Projektthema gearbeitet. Hier ging es darum, die kleinen und großen Unterschiede zwischen Essen und Horst, Deutschland und den Niederlanden, dem GymBo und dem Dendron-College in Fotos und Texten zusammenzustellen. Nach der Präsentation hieß es dann auch schon wieder Abschiednehmen. Sehr zufrieden, aber doch auch ziemlich müde ginge es am späten Freitagnachmittag zurück nach Essen. Für 15 GymBo-  und 19 Dendron- Schüler war der diesjährige „Holland-Austausch“ eine tolle Sache!

Em und Stü