Inklusion am Gymnasium Borbeck

Seit wann gibt es Inklusion am Gymnasium Borbeck?

Seit dem Schuljahr 2013/14 nimmt das Gymnasium Borbeck in jeder Jahrgangsstufe 5 einige Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf[1] auf. Die Einführung der Inklusion am Gymnasium Borbeck geht dabei zurück auf eine Entscheidung des Schulträgers im Herbst 2012.

Welche Arten des Förderbedarfs gibt es am Gymnasium Borbeck?

Die Art des Förderbedarfs, die die Stadt der sog. GL-Klasse („GL“ für „Gemeinsames Lernen“) einer neuen Jahrgangsstufe 5 zuweist, ist meistens der Förderbedarf „Lernen“. Nur in zwei Fällen tritt der Förderbedarf „Geistige Entwicklung“ auf. In der im Schuljahr 2016/17 einsetzenden Jahrgangsstufe 5 sind erstmals auch zwei SchülerInnen mit dem Förderbedarf „emotionale und soziale Entwicklung“ (ES) aufgenommen worden. Diese beiden SchülerInnen sind in jeweils eine andere Regelklasse integriert und damit nicht Teil der GL-Klasse der Jahrgangsstufe 5.

Wie viele SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf besitzt das GymBo?

Insgesamt besitzt das Gymnasium Borbeck im aktuellen Schuljahr 2016/17 vier GL-Klassen mit insgesamt 22 Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf.

Wie werden die GL-SchülerInnen am Gymnasium Borbeck beschult?

In den Jahren 2013/14 bis 2015/16 verfügte jede GL-Klasse neben dem Klassenlehrer / der Klassenlehrerin über eine eigene zusätzliche Sonderschullehrerin. Zusätzlich konnten aus den zur Verfügung stehenden Lehrerstunden RegelkollegInnen zusätzlich im Unterricht der GL-Klassen eingesetzt werden, sodass in den meisten Fächern eine Doppelbesetzung zur Verfügung stand. Mit dem Schuljahr 2016/17 ist dies in diesem Umfang leider nicht mehr möglich. Jeder GL-Klasse steht aber nach wie vor eine Sonderschullehrerin / ein Sonderschullehrer mit einem Stundenumfang von 12 Wochenstunden zur Verfügung.

Inklusion meint gemeinsames Lernen von SchülerInnen mit und ohne Förderbedarf. Alle GL-SchülerInnen sind Teil der Klasse. Sie sind daher auch während des Unterrichts im Klassenverband und werden über verschiedene Arbeitstechniken, Unterrichtsstrukturen oder dem Schwierigkeitsgrad nach gestaffelten Arbeitsmaterialien in den Unterrichtsprozess eingebunden.

Allerdings gibt es auch Situationen oder pädagogische Phasen, in denen die GL-SchülerInnen von den RegelschülerInnen gesondert beschult werden müssen. Für diese Zeiten verfügt jede GL-Klasse über einen zusätzlichen, direkt an den Klassenraum angrenzenden GL-Raum, in dem sich z.B. besonderes Lernmaterial befindet.

Weiterführende Links

Wenn Sie mehr über das Prinzip der Inklusion oder die Umsetzung der Inklusion am Gymnasium Borbeck erfahren möchten, empfehle ich Ihnen folgende Links:

- Inklusion am Gymnasium Borbeck: Gesamtkonzept

- Inklusion in 80 Sekunden erklärt

- Ursprung der Inklusion: Die Behindertenrechtskonvention der UN

J. Dannert

(Inklusionskoordinator)


[1] Der Begriff „Behinderung“ ist veraltet und nicht mehr gebräuchlich.