London-Kursfahrt des LK Englisch

ein Bericht von Timo Förster

Wie jedes Jahr stand auch in diesem Schuljahr für die Q2 die, von allen lang ersehnte, Kursfahrt an. Während es die anderen Leistungskurse in der letzten Woche vor den Herbstferien nach Prag oder in die Toskana verschlug, fuhr der Englisch- LK von Frau Becker unter Begleitung von Frau Weber nach London.

Nach einer zumeist schlaflosen Nachtfahrt mit Bus und Fähre stand der erste Tag unter dem Motto „Ankommen und Entspannen“. Die Mehrheit hielt sich nach dem Kauf des Tube-Wochentickets im, in der Nähe zum Hotel gelegenen, Hyde Park auf, schauten sich einige Sehenswürdigkeiten, wie den Big Ben oder Westminster Abbey an und genossen die frühherbstliche Sonne in der Weltmetropole London.

Julian und Carlo

Am Abend wurde dann mit allen Schülerinnen und Schülern vom MGB und des Gymbos, sowie den begleitenden Lehrerinnen in den 18. Geburtstag von Sajuran und Selina gefeiert. So wurde der Aufenthaltsraum im Lords Hotel London von den LK‘ ler*innen übernommen und entwickelte sich auch in den folgenden Tagen zu dem Haupttreffpunkt, um den Tag in netter Gesellschaft Revue passieren und ausklingen zu lassen.

Nach einer kurzen Nacht ging es dann am Montag in eines der vielen Museen Londons. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler, jeder für sich, frei wählen, ob sie ins Natural History Museum, ins British Museum oder doch lieber ins „Victoria and Albert Museum“ gehen wollten. Ansonsten stand der Tag zur freien Verfügung und wurde von allen bis zum letzten Tageslicht voll ausgekostet.

Geburtstagskind Sajuran lässt sich feiern   Im National History Museum

Nach dem Sonnenuntergang war der Tag aber längst nicht zu Ende. Der Großteil der Schüler und Schülerinnen besuchten abends gemeinsam das Burger- Restaurant „Shake Shack“, welches sich einer solchen Beliebtheit erfreute, dass beschlossen wurde, jeden Tag hier zu Abend zu essen.

Am folgenden Tag besuchte der Englisch- LK das „Globe Theatre“, das von dem zuvor im Unterricht behandelten Literaten William Shakespeare gegründete Theater, das 1613 abbrannte und 1997 als Rekonstruktion wiedereröffnete. Nach einer Führung samt Besuch einer Theaterprobe besprach die Gruppe aus Essen- Borbeck in einem Nebenraum unter der Leitung eines Schauspielers das Drama „Romeo und Julia “. Dieses Drama von Shakespeare wurde bereits im Unterricht gelesen und besprochen. Anschließend konnten die Schüler durch eine kleine Inszenierung erfahren, welche Anforderungen an den/ die Schauspieler*In gestellt werden und welche Angaben und Information eigentlich zwischen den Zeilen gegeben sind. Keinem der Schülerinnen und Schüler war dies vorher in dieser Form bekannt. Nach dem Theater- Besuch trennten sich die Schülerinnen und Schüler und erkundeten in Kleingruppen London.

Im Visitor Centre des Globe Theaters   Proben zu "The Merchant of Venice" während des Rundgangs

Die einen fuhren nach Greenwich, die anderen gingen in Camden Town shoppen oder nutzten die Zeit für eine Themsefahrt. Auch nach Sonnenuntergang war wie immer noch lange nicht Schluss.

Mit Carlo (li.) und Julian (re.) in Greenwich  Was für ein Blick auf die Stadt!

Das obligatorische Zusammensein in der Hotel- Lobby war gesetzt, doch zuvor fuhren noch einige Schüler/- Innen bei Sonnenuntergang mit dem Riesenrad London Eye und genossen die Aussicht, sowie den Eintritt in die „blaue Stunde“.

Spectacular views from the London Eye Westminster at night

Danach durfte der Shake Shack Burger natürlich nicht fehlen, um sich anschließend frisch gestärkt in ein Stadt- Land- Fluss- Duell mit Frau Becker zu stürzen.

Nach einer erneut zu kurzen Nacht ging es am Mittwoch raus aus der Hauptstadt und ab in die etwa eineinhalbstündig entfernte Studentenstadt Oxford. Auch hier stand der Tag zur freien Verfügung und wurde von allen Schüler*Innen genossen. Trotz der unabhängigen Erkundung der wunderschönen Stadt Oxford besichtigten fast alle Schülerinnen und Schüler das Christ Church College. Das Christ Church College ist eines der vielen Fakultäten der Oxford University und beherbergt u.a. den Speisesaal, in dem Harry Potter, Ron Weasley, Hermine Granger und ihre Freunde in Hogwarts im ersten der Harry Potter Filme essen und trinken. Auch waren die offiziellen Universitätsläden, die T-Shirts, Pullover u.v.m. der University of Oxford verkaufen, bei den Schülern sehr beliebt und wurden regelrecht geplündert. Am Abend ging es dann wieder zurück nach London, wo der letzte Abend voll ausgekostet wurde.

 Ein Muss für Harry Potter-Fans: der große Speisesaal im Christ Church College

Am letzten Tag ging es nach dem Check- out am Morgen noch lange nicht nach Hause. Zunächst besuchte die Gruppe die Houses of Parliament, also das britische Regierungsgebäude, welches das House of Lords und das House of Commons, die beiden Parlamente des Vereinigten Königreichs, beinhalten. Zwar wurde vorher im Unterricht über das britische System und die Parlamente gesprochen, doch wirken die Houses noch kleiner als auf Fotos oder im Fernsehen, wenn man tatsächlich im Kern der britischen Machtzentrale steht. Des Weiteren fragt man sich, wie in einem so kleinen Raum, bei Vollversammlungen mit über 600 Abgeordneten, vernünftige Verhandlungen und Debatten stattfinden sollen.

Nach der Audiotour durch die Parlamente stand der restliche Tag zur freien Verfügung. Der Müdigkeit und den anstrengenden Tagen zuvor geschuldet, wurden allerdings keine weiten Exkursionen unternommen. Die Mehrheit hielt sich nach dem Besuch in Chinatown in der Nähe des Picadilly Circus‘ in einem kleinen Park auf. Es wurden Souvenirs gekauft, letzte Besorgungen gemacht und wir tankten noch einmal Energie im sonnigen London, bevor es gegen 20 Uhr in den Osten Londons zum Bus ging, der uns nach Hause brachte.

 

Gegen 6 Uhr morgens des darauf folgenden Tages erreichte dann eine erschöpfte, müde, aber glückliche Gruppe die Schule, danach das heimische Bett, das für mindestens die nächsten 10 Stunden nicht mehr verlassen wurde.

Alles in allem war die Kursfahrt ein tolles Erlebnis, dass mit netten Leuten geteilt wurde und den Englisch- LK noch weiter und v.a. enger zusammengeschweißt hat, als er es sowieso schon war.