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GymBo-Schülerinnen und Schüler entwickeln ihre eigenen Englischstunden

Man sitzt seit 30 Minuten im Englischunterricht und hat noch nichts gesagt außer „Gehst du gleich Edeka?“ Die Stunde streicht vorbei wie ein warmer Luftzug, nicht unangenehm, aber auch nicht nachhaltig beeindruckend. Man vergisst sie. Es gibt Gerüchte, dass diese Erfahrung den einen oder anderen in einem durchschnittlichen Schülerleben von 13 Jahren schon einmal ereilt hat.

Kann man da etwas machen oder ist Schule einfach so? Die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs entschieden sich, dieser Frage auf originelle Weise zu begegnen: Im Rahmen ihres Englischunterrichts entwickelten sie eine eigene Unterrichtsstunde zum Thema „Südafrika“. Und entschieden sich, selbst derjenige zu werden, der vorne redet und …langweilt? Oder vielleicht sogar Interesse weckt? Eine kühne Vorstellung.

In Gruppen suchten sie also Texte und Bilder zum Thema aus und stellten Überlegungen an, wie man diese im Verlauf einer Unterrichtsstunde einsetzen könnte: Eine Leseübung mit Ankreuzaufgaben, eine Mindmap, eine rhetorische Analyse oder eine kreative Aufgabe wie ein innerer Monolog? Welche Fragen kann man stellen: Wie ist das Klima in Südafrika? Welche bekannten Persönlichkeiten sind Südafrikaner? Kennt irgendjemand den Mandela-Effekt? Schließlich war auch die sprachliche Hürde eine bis mehrere Erwägungen wert: Wie muss man in der Fremdsprache kommunizieren, um Sachinhalte angemessen zu vermitteln, aber auch verstanden zu werden?

Die anschließenden Stunden bescherten dann eine ganze Bandbreite von Eindrücken: „Ich werde sicher nie Lehrer“, war sich der eine oder andere sicher. „War anspruchsvoll, aber cool, die ganze Zeit auf Englisch zu moderieren“, befanden andere. Doch so mancher dachte auch über den Lehrerberuf hinaus: „Es war spannend, das eigene Konzept umzusetzen und ein Gespräch zu leiten wie in einem Meeting.“

Was bleibt? Die Erkenntnis, dass man sicherer in der Fremdsprache und selbstbewusster im Auftreten werden kann, wenn man selbst eine komplette Stunde auf Englisch gehalten hat. Das sachliche und sprachliche Wissen, das man sich im Laufe der Vorbereitung angeeignet hat. Die Möglichkeit, Inhalte von Mitschülerinnen und Mitschülern auf Augenhöhe vermittelt zu bekommen. Und möglicherweise neben „Gehst du gleich Edeka?“ noch einen weiteren Wortbeitrag zu leisten, etwa den Mandela-Effekt zu erklären, vielleicht sogar auf Englisch.

Lesen Sie nun den Beitrag von Gino Crisante (Klasse 10b) zu dieser Erfahrung:

Learning by teaching: Can creating your own lesson lead to a deeper understanding of the subject matter?

by Gino Crisante

What would you do if you could create your own lesson at school? And how different it would be in the end?

These are the dreams of many students who think the lessons are boring and not special. They think they would do it better than the teachers.

We as a group of 28 students of grade ten got the first chance ever to create our own lesson about South African topics such as climate, geography or political aspects like apartheid. For this we formed groups who made plans about their own ideas for a lesson of 45 minutes. For the lesson we created a plan with a straight structure with an introduction, a main part and an ending, but the groups could decide how they would present the topic.

At first we were happy to finally create our own lesson, which should be different than all the others before. We also thought we could prove ourselves and do better.

We had a few weeks to plan the lesson. In this time we found out that creating a lesson is not so easy because you must think about the others who must follow you with the topic: How can you do it so the others understand? was the most important question on our mind when we wrote the texts and created exercises. When we came at a point where we thought that it was too much for us, it came back to our mind that

this was our first and maybe last chance to teach the lesson which we personally created. This gave us an impulse to work more and more on it.

In the end every group had different lessons. One group gave pictures to describe. Other groups made mind maps on the board and questions about texts or they made groups and a little quiz for them. All in all it was a perfect difference from the normal lessons.

Everybody had fun and learned a lot because the way how they learned

was different and special. They did not learn only from texts and reading. They learned with the others together or with the students in front when they spoke together about the problems in their topic or about their feelings. The feeling that the information came from students for students was great for all.

But there is one thing that we also learned: To make a lesson is not easy and the teachers must do many of them every day, so we must say thank you for your hard work.

Last I hope that we will do it again because it was cool and also crazy sometimes, this type of group work. It is an enrichment for every student.

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