Was bedeutet es eigentlich Vorsitzender des Fördervereins am GymBo zu sein?

Seit 2016 prägt Rainer Hagelgans als Vorsitzender die Geschicke des Fördervereins am Gymnasium Borbeck. Im Interview mit unserer Presseabteilung erklärt er, warum er Wasserspender gut findet, nicht nur sein Gesicht in die Kamera halten möchte und nach dem Musketier-Prinzip arbeitet.

Herr Hagelgans, was macht eigentlich Ihr Förderverein?

Unser Förderverein finanziert Projekte, die sich Schüler, Eltern und Lehrer wünschen, die aber von den einer Schule zur Verfügung stehenden Geldmitteln nicht zu stemmen sind. Wir legen besonderen Wert auf die Ausstattung der Schule; so haben wir die Musikfachschaft ausgestattet, der Physik Experimentenkoffer finanziert, Dokumentenkameras angeschafft und der Fachschaft Biologie ein Augenmodell zugedacht. Demnächst wird die Mathematik dran sein. Taschenrechner sind ja eine tolle Erfindung… Wenn also jemand am GymBo ein sinnvolles Projekt hat, von dem er denkt: Da brauche ich zusätzliche Ausstattung, dann gibt ihm der Förderverein Luft und Raum, seine Pläne auch in die Tat umzusetzen.

Prädestiniert Sie Ihr ‚richtiger‘ Job als Finanzbeamter für die Fördervereinsarbeit?

Denkbar ist das. Seit ich meine Arbeit im Jahr 2016 aufgenommen habe, bin ich für die Buchhaltung zuständig, habe einen ständigen Überblick über ein- und abfließende Gelder, schaue mir das Spendenverhalten der Mitglieder an und wohne schulischen Veranstaltungen bei, bei denen der Förderverein zusätzliche Einnahmen generieren kann. Egal ob Schulfest, Altschülertreffen, Weihnachtskonzert, Bilingualer Abend – der Förderverein ist immer dabei.

Klingt nach Arbeit…

Sagen wir mal so: Es ist nicht nur ein Job, um sein Gesicht in die Kamera zu halten. So vergeht kaum ein Tag, an dem ich mit der Fördervereinsarbeit nicht beschäftigt bin. Aber zum Glück habe ich ein fantastisches Team: Herr Schnor, Frau Nathalie Müller, Frau Stass, Frau Kirstin Müller, Frau Dr. Steiniger, Frau Weidner, Frau Karla und Frau Beilharz stehen mir immer mit Rat und Tat zur Seite. Natürlich gilt das für alle Lebensbereiche, aber in der Fördervereinsarbeit ist mir besonders evident geworden, dass man nur als Gemeinschaft funktioniert. Und diese Gemeinschaft ist wirklich top!

Wie lautet der Leitgedanke des Fördervereins und warum braucht jede Schule einen?

Wir arbeiten da nach dem Musketier-Prinzip: Einer für alle und alle für einen. Im Zeitalter der Digitalisierung kommt die öffentliche Hand bei Anschaffungen von Flachbildschirmen oder Laptops oft nicht nach. Wir sind aber nicht nur auf dem digitalen Pfand unterwegs, kümmern uns auch darum, ein Schulumfeld zu schaffen, in dem unsere Kinder gut leben können. Unsere nächsten Vorhaben sind folgerichtig Wasserspender und ein Frühstücksprojekt.

Was wünschen Sie sich für den Förderverein der nächsten Jahre?

Dass wir unseren Aufwärtstrend halten können. Allein in den letzten anderthalb Jahren haben wir 30 neue Mitglieder gewonnen; ich gehe da vornehmlich in die Klassen 5 und 6 und sage den Eltern, wie eminent wichtig ein Förderverein für die Schule ist und dass auch geringe Beträge immer helfen. Wir haben ja keinen Mindestbeitrag, sondern jeder spendet das, was er kann und möchte. Das ist ein Konzept, das gut ankommt. Außerdem wollen wir mit der Lothar-Böning-Stiftung kooperieren, um nicht in Konkurrenz, sondern als Gemeinschaft zu arbeiten. Mit so einer Stiftung im Kreuz und einem starken Förderverein ist eine Schule unschlagbar. Gleichsam symbolisch klingt mir in den Ohren, was ich ganz zu Anfang meiner Amtszeit am GymBo zum Stichwort „Schüleraustausch“ gehört habe, nämlich: ‚Wegen finanzieller Engpässe ist bei uns ist noch keiner zu Hause geblieben‘. Dies ist ein Gedanke, dem wir treu bleiben wollen.

Das Interview führte Frau Klever.

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