GymBo- Schüler:innen der Klassen10 argumentieren klar und klug

„Wer schreit, hat recht“, sagt man oft ironisch und meint damit in der Regel die Absenz konstruktiven Verhaltens bei Streitigkeiten. Dass man aber auch ohne zu schreien Unrecht haben oder zumindest unglücklich argumentieren kann, wurde den GymBo -Zehntklässler:innen im Rahmen einer Unterrichtsreihe zur Debattenkultur deutlich, die die Deutschlehrkräfte der zehnten Klassen – Frau Engel, Herr Limbeck und Frau Klever – nun auf die Bühne brachten.

Unter Scheinwerferlicht wurden strittige Themen angepackt, zu denen die Debattanten entweder eine Für- oder Gegenposition einnehmen und in diesem Sinne Argumente sammeln sollten: Sollen Handys an deutschen Schulen etwa generell verboten werden? Wäre es schüler- oder gar menschenfreundlicher, wenn wir auf Versetzungen und Ziffernnoten verzichteten? Und hätte es tatsächlich ein entspannteres Klima zur Folge, wenn Schülerinnen und Schüler ihre Lehrkräfte duzen würden?

 

            
 Selina, Ali, Nils, Sofia mit Moderator Herrn Limbeck  Debatte Finale mit Emely, Laurens, Ali und Selinavl

 

Laurens und Emely aus der 10b, Sharon und Justus aus der 10c sowie Sofia und Nils aus der 10d lieferten sich dann ein paar anspruchsvolle Wortgefechte zu Fragen des sozialen und organisatorischen Miteinanders in der Schule. Wer eine Frage vorschnell mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten wollte, wurde durch die dargelegten Argumente zumindest zum Nachdenken angeregt – und auch das Publikum trug zum Gelingen der Veranstaltung bei, indem es die Debatte durch herausfordernde Fragen oftmals noch einmal auf ein neues inhaltliches Niveau heben konnte.

 

 Die Publikumsfragen brachten neue Impulse.
 
 Jurymitglieder Frau Engel, Jamie und Luca
 
 Die Jury für das Finale: Logan und Thamileanthy

 

Im Finale zwischen den Klassen konnten dann am Ende Selina Pfeiffer und Ali Haidar aus der 10a die Gunst der Jury aus Schüler- und Lehrer:innen für sich gewinnen - das Publikum feierte die Champions dem Anlass entsprechend.

 

 

Die betreuenden Deutschlehrkräfte schätzen die Implikationen des Formates und wollen es gern fortführen. "Empathie ist die Grundvoraussetzung für eine gute Debatte“, sagt Deutschlehrerin Melanie Engel. „Man muss zuhören können, die Perspektive wechseln und Zwischentöne aufnehmen können.“ Ihr Kollege Simon Limbeck ergänzt: „Beim Debattieren geht es nicht darum, Argumente wie ein Roboter zu generieren oder jemanden fertig zu machen - vielmehr ist es uns in der Fachschaft Deutsch ein Anliegen, ein konstruktives Miteinander auch und gerade im Dissens zu schaffen.“

Wer schreit, hat recht? Sicher nicht – eine konstruktive Debatte kann zu dieser Erkenntnis gewiss beitragen und vielleicht auch bei der einen oder dem anderen in den Alltag weitergetragen werden. 

 

Text & Fotos: Sonja Klever

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