Exkursion der Klasse 9b zur Steinwache nach Dortmund

Unsere Exkursion war in zwei Phasen unterteilt. Doch fangen wir einmal vorne an:

<< Judenverfolgung – Stolpersteine>>

Im Deutschunterricht bei Frau Linsner haben wir die Lektüre „Malka Mai“ gelesen, in welcher es um die Flucht der jüdischen Familie Mai geht. Im Anschluss daran haben wir uns intensiver mit der Judenverfolgung auseinandergesetzt. Zur Veranschaulichung sahen wir auch kurze Szenen von Gefangennahme, Transport und Ermordung der Juden. Wir lernten auch etwas darüber, wie solch ein System überhaupt zustande kommt und funktioniert.

 

 

 

 

Um das Ganze abzuschließen, gingen wir am 28. Juni 2018 durch Borbeck zu verschiedenen Stolpersteinen. Das sind goldene, in den Bürgersteig eingesetzte Steine mit Gravur zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus. Dort zündeten wir zum Gedenken eine Kerze an und hörten uns die Geschichte der jeweiligen Personen an. Das war sehr bewegend und hat auch zum Nachdenken angeregt.

 

 

 

<<Steinwache Dortmund>>

Danach machten wir uns auf den Weg Richtung Dortmund, um die dort liegende Steinwache zu besuchen. Dabei handelt es sich um eine ehemalige Polizeiwache, die während der Herrschaft des NS-Regimes ein Folter- und Bewahrungsgefängnis der Gestapo war. Diese wurde im Krieg nicht zerstört und zum Großteil im Originalzustand belassen, d.h. es wurde zu einem Museum bzw. einer Mahn- und Gedenkstätte umgebaut. Doch in einigen Räumen blieb die Originaleinrichtung erhalten und es wurden allgemein keine größeren Änderungen an dem Aussehen vorgenommen.

Nach dem Durchqueren des eisernen Eingangstores erblickten wir einen erdrückenden engen Innenhof und die mit Gitterstäben überzogene Fassade der Steinwache. Ein junger Tourguide, ein Geschichtsstudent der Universität Dortmund, empfing uns nach kurzer Wartezeit und erzählte uns etwas über die allgemeine Geschichte der Wache. Danach begannen wir mit der Führung. Zuerst besichtigten wir den „Empfangsraum“, in welchem die Personalien und sonstige Angaben von Delinquenten aufgenommen wurden. Darauf folgten wir ihm ins Kellergeschoss und sollten uns mit 30 Mann in einen außerordentlich engen Raum quetschen. Diesen bezeichnete der Leiter als eine der „Folterzellen“. In diesem Raum war eine hölzerne Originalpritsche an der Wand angebracht. Allein sie füllte den Raum schon zu rund einem Viertel aus. Spätestens der Gedanke, dass in Räumen dieser Art 15 Menschen gestorben sind, stimmte auch den Letzten von uns nachdenklich.

Nach einer kurzen Pause bearbeiteten wir in Gruppenarbeit Aufgaben zu den verschiedenen, zur Zeit des Nationalsozialismus inhaftierten Personengruppen wie politisch anders Denkende, Sinti und Roma oder rebellierende, unangepasste Jugendliche. Dabei erkundeten wir auf eigene Faust die anderen Ausstellungsräume. Nach der Präsentation unserer Ergebnisse war ein eindrucksvoller, intensiver Schultag vorüber und wir machten uns mit der Bahn vom nah gelegenen Hauptbahnhof auf den Weg Richtung Dortmund.

Christian Döhmen und Frederick Opp

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