Den Blick öffnen für die Möglichkeiten

Welche beruflichen Optionen habe ich eigentlich, wenn ich die Schule abgeschlossen habe? Welche Arbeitsfelder könnten interessant für mich sein? Anworten auf diese Fragen erhielten die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase am Montag, dem 7. Oktober, durch den Besuch der Ausbildungsoffensive, die unter der Schirmherrschaft  des Essener Unternehmensverbandes sowie der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit steht. Auch die TalentTage Ruhr sind Jahrespartner der speziell auf Schulen zugeschnittenen Veranstaltungen.

Felix Spitzenberg, Koordinator der Berufsinformation, vermittelte diese sehr schülernahe Form der Berufsorientierung für die Jugendlichen, die gerade in die gymnasiale Oberstufe eingetreten sind und häufig noch keine klare Vorstellung von ihrer beruflichen Zukunft haben. Wer könnte da bessere Einblicke geben als junge Auszubildende aus verschiedenen Betrieben, die aus erster Hand ihre Erfahrungen bei der Bewerbung und dem Einleben am Arbeitsplatz schildern?

Dies geschah im entspannten Rahmen einer Talkrunde, bei der Moderator Jan Schmitz (Radio Vest) vier Azubis der Firmen Deichmann, der Emschergenossenschaft/Lippeverband, der Jugendhilfe Essen und der Pflegeschule des Uniklinikums Essen zu Wort kommen ließ. So erhielten die Schüler/innen vielfältige Informationen wie zum Beispiel zum dualen Studium bei Deichmann oder die zahlreichen Ausbildungsschwerpunkte im Pflegebereich des Uniklinikums Essen.

     
Es stellten sich vor:    
       
die Jugendhilfe Essen,    die Emschergenossenschaft/Lippeverband,
     
 
das Unternehmen Deichmann
  sowie das Uniklinikum Essen.
     

Nach der Talkshow bot sich den Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, an den Informationsständen der Mini-Börse ins Gespräch mit weiteren Vertreter/inne/n der Unternehmen zu kommen und gezielt Fragen zu stellen sowie verschiedene Brochüren zu erhalten. Nach erster Scheu nutzen viele diese Chance einer ersten Kontakaufnahme mit wichtigen Ansprechpartnern in Ausbildungsangelegenheiten. 

     
    
     

Es war eine rundum gelungene und sehr ansprechende Veranstaltung. Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten für ihr Engagement und besonders den Organisatoren für den reibungslosen Ablauf und die zur Verfügung gestellten Fotos. Wir hoffen auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

– zum letzten Mal in der Dampfe!

Samstagabend, 2. November, 19:30 Uhr: Im Festsaal der Dampfe stehen die ersten ehemaligen Schülerinnen und Schüler, den Blick zum Eingang gewandt. Voller Erwartung und Vorfreude werden die Neuankömmlinge betrachtet: Ist das nicht ….? Nach und nach kommen ehemalige Pennäler verschiedenster Altersstufen hinzu, umarmen sich zur Begrüßung und sammeln sich zu kleinen Trauben nach Jahrgängen. Selbst Absolventen des diesjährigen Abiturgangs schauen etwas schüchtern einmal vorbei und verschaffen sich einen ersten Eindruck.

Das Stimmengewirr nimmt zu und es mischen sich die Erinnerungen an alte Streiche, die persönlichen Herausforderungen in Fächern wie Mathe oder Deutsch, Anekdoten über Klassenfahrten und aktuelle Informationen über den eigenen Werdegang oder Familienstand. Manche Familien sind sogar doppelt vertreten, wenn Vater und Sohn als Altschüler erscheinen und auf verschiedene Tische zusteuern. Doch auch ehemalige Lehrerinnen und Lehrer nutzen die Gelegenheit, mit anderen Pensionierten oder früheren Zöglingen zu sprechen. Und so sitzen alte Bekannte wie Klaus Figge, Franz-Josef Gründges, Ursula Westphal, Gerd Weiß, Christa Emde-Bringenberg und Sabine Prause beisammen. Für sie ist es schwer vorstellbar, dass die „Kreidezeit“ mittlerweile vorbei ist und es am GymBo statt Tafel und Kreide nun in allen Räumen moderne Whiteboards gibt. Auch Schulleiter a.D. Wolfgang Sykorra ist natürlich dabei und sitzt am Nachbartisch gerade mit Lothar Böning, der dem GymBo auf besondere Weise treu geblieben ist und durch seine Stiftung das GymBo Jahr für Jahr unterstützt.

 

Altschüler und Organisator Thomas Grosse zählt über 200 Anwesende und freut sich über das zahlreiche Erscheinen. Wie immer hatte er das Event auf seiner Webseite angekündigt und viele waren seinem Aufruf und den Einladungen über die Homepage oder auf Borbeck.de gefolgt. Manche haben es auch kurzfristig eingerichtet wie Juristin Derman Aktas, nachdem sie es kurzfristig über Mundpropaganda erfahren hatte. „Ich habe dann ehemalige Schulfreunde spontan angeschrieben, ob sie auch kommen und wir uns hier treffen.“ Auch wenn nur ein kleines Grüppchen ihres Jahrgangs zusammengekommen ist, tut dies der guten Stimmung keinen Abbruch. Auch die neue Aula würde man gerne einmal besichtigen, sagt einer ihrer Mitabsolventen. Dazu wird es im nächsten Jahr Gelegenheit geben.

Damit niemand das Ehemaligentreffen im Jubiläumsjahr 2025 im Schulgebäude Prinzenstraße verpasst, werden kleine Flyer verteilt. Schulleiter Lars Schnor freut sich darauf, bei dieser Gelegenheit den Ehemaligen den neu gestalteten Gebäudetrakt mit Aula und Zeichensaal sowie den erweiterten Schulhofbereich vorzustellen zu können, die einen schönen Rahmen für ein sommerliches  Get-together bilden. Auf Wunsch vieler treuer Altschülerinnen und -schüler sowie Lehrkräfte wird dieses Treffen zudem ab jetzt im Jahresrhythmus stattfinden.

              

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags des GymBo mit dem Haus der Essener Geschichte soll Vergangenes für Jugendliche lebendig machen

                                                                                                                                                           

Walter Rohr – ein Name, den die EF-Schüler Nils und Mika aus Herrn Hünings „Stolperstein AG“ mittlerweile so oft gehört, über dessen abenteuerlichen Lebensweg sie so viel gelesen und recherchiert haben, dass sie den Namensträger fast persönlich zu kennen glauben. In der Tat taugt das Schicksal des jüdischen GymBo-Schülers als Filmstoff: Von den Nazis verfolgt und interniert, gelang Rohr die Flucht aus einem Konzentrationslager und die Übersiedlung in die Vereinigten Staaten, um schließlich als Soldat der alliierten Streitkräfte Hitler zu stürzen und an der Neuordnung der deutschen Gesellschaft mitzuwirken.

Das Ziel der Arbeitsgemeinschaft, am historisch bedeutsamen 08. Mai des nächsten Jahres einen Stolperstein für Rohr vor dem GymBo zu verlegen, machte Geschichtslehrer Dr. Lars-Christopher Hüning auf die umfangreichen historischen Materialien - Akten, Notizen, Briefe, Fotos, Tonaufnahmen und Videos -   des Hauses der Essener Geschichte aufmerksam. Merlin Goriß, beim Archiv für historische Bildungsarbeit und Ausstellungen zuständig, konnte der AG dann helfen, die Quellen zu sichten und Original-Fotos bereitstellen. Auch Dr. Jonas Hübner, der das Ernst-Schmidt-Archiv für NS-Erinnerungskultur betreut, kann in Zukunft zur Recherchearbeit beitragen und sicher so manche noch bestehende Lücke in Rohrs Biografie schließen.

Durch den engen Austausch ergab sich alsbald die Frage der Verstetigung: Mit dem Kooperationsvertrag, den GymBo Schulleiter Lars Schnor und Institutsleiterin Dr. Claudia Kauertz nun unterzeichneten, einigen sich das GymBo und das Haus der Essener Geschichte zum Beispiel auf regelmäßige Führungen durch das Archiv und die Dauerausstellung für Schülerinnen und Schüler sowie Projekte zu historischen Themen wie etwa eine Ausstellung zur Biografie des GymBo-Schülers Walter Rohr.

Zwei Jahre soll der Vertrag erst einmal gelten und im Falle einer erfolgreichen Zusammenarbeit auch verlängert werden. Denn, so ist sich Dr. Lars Hüning sicher, „Bildungspartnerschaften wie diese erschließen unseren Schülerinnen und Schülern neue Lernwelten.  Die Arbeit an authentischen Quellen im Archiv zu dem Schicksal eines ehemaligen GymBo-Schülers macht Vergangenheit für die heutigen Jugendlichen besonders greifbar und bedeutend.“ 

Das Knistern von Papier, ein Tintenfleck, die zittrige Handschrift eines Gerichtsschreibers – all das sind Momente der Vergangenheit, die eine Brücke ins Jetzt schlagen. Diesen Gedanken unterstreicht auch Archivleiterin Dr. Claudia Kauertz; beispielhaft verweist die Historikerin auf die Wanderausstellung ihres Hauses zum Grundgesetz, das die Verwerfungen und Fehler der Vergangenheit verarbeitet habe und deshalb heute eine historische Errungenschaft von bleibender Aktualität darstelle. 

Schulleiter Lars Schnor unterstützt das Ansinnen seiner Geschichtsfachschaft voll und ganz; der GymBo-Absolvent hat früher selbst im Geschichtsunterricht historische Dokumente studiert und dabei die Unmittelbarkeit des Vergangenen erfahren. „Geschichte lässt sich nicht nur in verstaubten Chroniken nachlesen, sondern ist auch immer ein Spiegel der eigenen - vergangenen und aktuellen - Gesellschaft“, sagt Schnor. „Durch sie können wir auch ein Bild davon entwerfen, wer wir zukünftig sein wollen.“ Vergangenes erfassbar machen, die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten – mit dem Haus der Essener Geschichte als Bildungspartner sind diese Ziele für das GymBo sicher in greifbare Nähe gerückt.  

Text und Foto: Sonja Klever

Sommer, Sonne, Stra..  - Elementarteilchen!

Was für manche Schülerinnen und Schüler überhaupt nicht zusammenpasst, ist für andere eine interessante Form der Freizeitgestaltung.  So auch für Polina aus der Stufe Q1, die auf Vorschlag ihres Physiklehrers Ertan Fidan einen Teil ihrer Ferien einem zehntägigen Physik-Forschungsprojekt der Johannes -Gutenberg-Universität in Mainz widmete.

Polina, die zuletzt am Wettbewerb „freestyle physics“ teilgenommen hatte, war dazu bereit, ihre persönlichen Forschungsstandards noch einmal auf ein neues Level zu heben: Denn um das Projekt zu verstehen, war schon physikalisches Verständnis auf Oberstufenniveau vonnöten.

So standen aktuelle Forschungen zur Teilchenphysik auf dem Mainzer Ferienstundenplan – gemeinsam mit Schüler/innen von anderen Schulen hatte Polina hier die Gelegenheit, an „MAMI“ zu forschen, dem universitätseigenen Teilchenbeschleuniger mit dem sympathischen Namen.  „Selbst an komplexen Apparaturen zu arbeiten, zu forschen und zu konstruieren – diese Tätigkeiten stellen für mich einen essenziellen Aspekt der physikalischen Arbeit dar“, sagt Physiklehrer Fidan, der auch Mathematik unterrichtet. Mit Wissenschaftlerinnen und Experten auf Augenhöhe zu agieren, könne begabte Lernende noch einmal richtig motivieren und für die Naturwissenschaften begeistern. 

 

In Vorlesungen und Workshops lernte GymBo-Physikexpertin Polina etwa die Grundlagen der Elementarteilchenphysik, des Detektorbaus sowie der Datenerfassung kennen und konstruierte schließlich unter Anleitung der Universitätsmitarbeiter/innen ihren eigenen Teilchendetektor. Mit Universitätslehrenden und Masterstudenten diskutierten die Nachwuchsphysiker/innen dann so manche Aspekte der von ihnen gebauten Apparaturen. 

Doch auch Freizeit kam nicht zu kurz - beim Grillen oder gemeinsamen Restaurantbesuch konnten die Oberstufenschüler/innen neben der Konstruktion von Photomultipliern und Bleiglasfluoriddetektoren auch weniger komplexe Themen wie Sommer, Sonne und Strand erörtern.     

Text: Sonja Klever

Herzlichen Glückwunsch!  Zwei Mal Sprachniveau B1, ein Mal B2 – jeweils mit den Bestnoten A und B!

Man braucht schon ein bisschen Selbstvertrauen, um eine Prüfung bei der renommierten englischen Cambridge University zu bewältigen. Das hatten Jannik, Malou und David aus der 10c – und konnten in der anspruchsvollen Cambridge Prüfung mit Bestnoten glänzen.  

 

Zur feierlichen Zertifikatsübergabe trafen sie sich deshalb mit AG-Kursleiter Christian Anschütz im Büro von Schulleiter Lars Schnor, der von der Leistung und nachhaltigen Motivation seiner Schülerinnen und Schüler nachhaltig beeindruckt war. Nach rund einem halben Jahr Vorbereitung, in dem Herr Anschütz mit seinen Schülerinnen und Schülern Hör, Kommunikations- und Schreibaufgaben intensiv trainierte, stellten sich die Zehntklässler/innen im Cambridge-Prüfungszentrum Essen Rüttenscheid schließlich dem ultimativen Test – und hatten schon ein bisschen Respekt davor. Doch statt einer angespannten Prüfungssituation erwartete die GymBo-Schüler/innen eine nette Atmosphäre. „Ich habe mir die Prüfung schlimmer vorgestellt“, sagt Jannik. „Die Leute waren sehr entspannt und nett.“ Seine Klassenkameradin Malou, die bei der B1-Prüfung so gut abgeschnitten hat, dass ihr sogar die nächsthöhere Sprachkompetenzstufe B2 bescheinigt wurde, kann ihm da nur beipflichten und findet außerdem lobende Worte für die nachmittägliche AG: „Wir haben eine gelungene Vorbereitung durchlaufen, sodass man sogar sagen konnte, dass die Prüfung Spaß gemacht hat.“ David sieht das genauso - wie Jannik und Malou ist er Schüler des bilingualen Bildungsgangs und hat zur Vertiefung seiner kommunikativen Kenntnisse Business English angewählt. Der Fokus auf die mündliche Kommunikation sei bei der Prüfung schon sehr ersichtlich gewesen; umso besser, dass genau das im Unterricht gezielt geübt wird. „Ziele des Lehrplans korrelieren mit dem, was man im Alltag, im Studium und im Beruf an Englischkenntnissen benötigt“, sagt Christian Anschütz. Der Englischlehrer, selbst Inhaber eines Cambridge-Zertifikats, ist sehr stolz auf seine Schülerinnen und Schüler. „Das Zertifikat ist international anerkannt und kann bei Praktika, bei Bewerbungen und im Studium viele Türen öffnen.“ Und wenn die Human Resources-Leiterin beim Vorstellungsgespräch plötzlich ins Englische wechselt? Dann antworten Malou, Jannik und David ganz einfach – natürlich in der richtigen Sprache.        

Text und Foto: Sonja Klever

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