Interview mit Matthias Rahn

 

GymBo: Hallo Herr Rahn, wie haben Sie sich bisher am GymBo eingelebt?

Rahn: Bisher war es sehr angenehm. Der Schulleiter und das Kollegium sind sehr offen und freundlich. Ich muss das Gebäude ein bisschen näher kennen lernen und es sind noch einige Dinge zu machen hier und da. Aber Rom ist ja auch nicht an einem Tag gebaut worden…

Kommen Sie aus Borbeck? Was hat Sie ans GymBo verschlagen?

Nein, ich komme aus Frohnhausen. Aber wenn man hört, dass Georg Melches hier auf der Schule war, dann ist das als Rot-Weiß-Fan natürlich etwas Besonderes.

Was macht Ihnen an Ihrem Job am meisten Freude?

Immer wieder neue Leute kennenzulernen und auch der tägliche Umgang mit Lehrern und Schülern ist recht angenehm. Und man ist in gewisser Weise sein eigener Chef. Natürlich ist da noch ein Chef über einem, aber man kann seinen Alltag selbst planen.

Sie haben jetzt Ihre Stelle hier am Gymnasium Borbeck in einer Zeit mit besonderen Herausforderungen angetreten. Da ist zum einen Corona, aber auch große Umbaumaßnahmen für eine neue Aula, die nun beginnen.

Graut Ihnen ein wenig vor den nächsten Monaten?

Jein, es ist schon stressig und man muss natürlich erst einmal hineinkommen, so mit den ganzen Bauleitern. Es ist sicher aufwändig, aber es ist ja auch schön, wenn man dann sieht, dass es vorankommt. Aber noch geht es ja nicht richtig los.

Sie wirken sehr ruhig und bestimmt. Hilft Ihnen das bei Ihrem Umgang mit den manchmal aufmüpfigen Schülern?

Da habe ich bislang keine Probleme gehabt und hoffe, da werden auch keine kommen.

Was kann Sie denn aus der Ruhe oder auf die Palme bringen? Außer dummen Fragen….

Es gibt ja keine dummen Fragen, nur schlechte Antworten…

Worüber können Sie sich den so richtig ärgern in der Schule?

Den Dreck, den ich manchmal sehe hier auf dem Schulhof oder auch Vandalismus im Schulgebäude. Das kann ich nicht nachvollziehen, da das ja für alle der Ort des Lernens ist. Ein bisschen Respekt für das Gebäude, die Lehrer und auch den Hausmeister sollte schon vorhanden sein. Denn wer Respekt zeigt, der bekommt Respekt zurück.

Bei Ihrem Namen werden Sie vermutlich sehr oft auf eine mögliche Verwandtschaft mit dem legendären Fußballspieler Helmut Rahn aus Essen angesprochen. War das für Sie immer etwas Positives oder eher etwas Belastendes, der Enkel von Helmut Rahn zu sein?

Also, als ich jünger war, war das schon eher belastend, weil viele dann auch ganz andere Sachen damit assoziiert haben. Ja, aber heutzutage ist man einfach nur stolz, dass man so einen berühmten Opa hat…

Und hat Ihre Familiengeschichte auch Ihr Verhältnis zum Fußball geprägt?

Ja, in jungen Jahren war man Dortmund-Fan, weil die da Meister waren und danach wurde man vernünftig und war Rot-Weiß-Fan… (lacht)

Und Sie selbst gucken lieber Fußball oder spielen Sie auch?

Ich bin durch und durch ein Fußball-Gucker.

Wie entspannen Sie sich als Ausgleich zu der Unruhe in der Schule?

Ich mache ein bisschen Sport, tue etwas für meinen Körper und die Muskeln.

Also eher Fitness als Laufen?

Laufen nicht, ich bin mehr so der Kraftsportler anstatt Konditionssportler.

Eine Schülerin klopft und fragt: Hallo, haben sie Toilettenpapier? Matthias Rahn verschwindet kurz und kehrt dann zurück.

An manchen Tagen glaube ich, die essen das…(lacht).

Wie lange brauchen Sie hierher zur Arbeit?

Mit dem Auto 10 Minuten, mit dem Fahrrad 20.

Und wie kommen Sie mit der aktuell schwierigen Parksituation hier klar?

Nun ja, wenn ich morgens komme ist alles frei. Und ich kann ja auch in der Hausmeister-Einfahrt parken…

Wo Sie dann gelegentlich von verzweifelten Lehrern zugeparkt werden?

Ja, aber nur nach Absprache und dann ist das auch in Ordnung.

Könnten Sie sich auch vorstellen, hier zu wohnen so wie unser früherer Hausmeister Günter Voss?

Ja sicher, das wäre natürlich optimal, aber es ist unklar, ob das möglich sein wird.

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